Biedermannsdorf ist tot!

In den letzten Wochen haben die Locals so einiges verwirklicht, was den Biedermannsdorfer Skatepark erst so richtig attraktiv gemacht hat. Diese Bemühungen sind mit dem heutigen Tag Geschichte, denn die Gemeinde Biedermannsdorf hat auf Beschluss der Bürgermeisterin Beatrix Dalos den kompletten Skatepark abräumen lassen. Die neuen Betoncurbs wurden mit einem Bagger vernichtet, genauso die noch jungferne Bank des Rudi-Curbs und der kreative Haufen. Ebenso entfernt wurde auch das zehn Jahre alte Curb, sowie die Funbox. Auf gut Deutsch: Alles was nicht niet- und nagelfest war. Sogar der Hausgriller ist verschwunden. Seht selbst:

Wo einst Obstacles standen, ist nun gähnende Leere!

Heute ist also ein echter Trauertager für alle Skateboarder. Doch das ist nicht das erste Mal, dass die Gemeinde derartig destruktiv gehandelt hat. Der Biedermannsdorfer Skatepark wurde allen Anstrengungen zum Trotz mittlerweile zum zweiten Mal seinen Obstacles beraubt! Wer kann sich noch an das große Bank-Table-Bank erinnern? Oder an die Spine-Miniramp und den Wallride? Damals ließ die Gemeinde sogar auf ihre Kosten Rampen errichten, nur um sie dann schon zwei Monate später wieder zu entfernen. Die Skateboarder, die damals freiwillig und ohne Bezahlung monatelang diese Bauwerke errichtet haben, konnten schlussendlich durch die Finger schauen. Rechtlich war das natürlich vollkommen in Ordnung, denn die Rampen gehörten ja schließlich der Gemeinde. Nur ist das auch die feine Art?

Viele Euro und noch mehr Stunden in einem Vormittag mit dem Bagger vernichtet!

Natürlich war mit diesem Vorfall das Vertrauen zur Gemeinde frühzeitig gebrochen, worauf die folgenden Jahre schlicht und ergreifend gar nichts geschah. Bis die Locals wieder hungrig nach Abwechslung wurden und “einfach nur etwas Neues” haben wollten. Der Gang zur Gemeinde war mittlerweile ohnehin schon obligat, da erstens die jüngeren Skateboarder des Parks schon über den Jugendgemeinderat nichts erreicht hatten und andererseits die Gemeinde gerade selbst nach der Gemeinderatswahl in einem tiefen Schlamassel steckte, wo nach Aussagen von Gemeinde-nahen Personen gerade “keine neuen Entscheidungen getroffen werden können”. Wie auch immer, die Skateboarder beschlossen ihrer Kreativität anderweitig freien Lauf zu lassen und bauten aus eigener Kraft um einige hunderte Euro und noch mehr Stunden Arbeit die besagten neuen Rampen. Klarerweise waren diese nun unerlaubt auf dem Skatepark errichtet worden und daher ist es auch das Recht der Gemeinde, diese wieder zu entfernen. Genauso wie es auch damals schon der Fall war. Nur ist das die richtige Entscheidung? Ist das tatsächlich das Beste für die Jugend? Natürlich wird die werte Bürgermeisterin sich bei ihrer offiziellen Stellungnahme – falls es überhaupt eine gibt – auf die Sicherheit plädieren. Nur wurde die Sicherheit der Obstacles auch überprüft? Wenn ja, wieso wurden dann alle losen Rampen entfernt – sogar die TÜV-zertifizierten? Vielleicht weil der Skatepark seit vielen Jahren langsam verschwinden soll, damit es keine Probleme mehr mit den Anrainern gibt?

Der Biedermannsdorfer Skatepark steht kurz vor seinem Ende!

Eines steht fest: Interessant ist Biedermannsdorf nun überhaupt nicht mehr. Jetzt bleibt nur die Frage offen, ob die Locals nicht auch noch das Interesse verlieren. Wenn ja, dann ist der Skatepark tot. Noch ist es nicht so weit …

Auch lässig:

8 thoughts on “Biedermannsdorf ist tot!

  1. Ich bin jetzt auch mal dabei!!!!!
    Is ja eine Frechheit!!!!!
    Das is ja richtig schade, jetzt waren alle bemühungen wieder umsonst da müssen die locals wohl einen anderen park suchen!!!!!

  2. Ohhh mann 🙁
    Großes Beileid Burschen!
    In tiefster Trauer,
    euer Holzi.

  3. Am 16.Sept haben wir einen Termin mit der Bürgermeisterin, hoffentlich kommt dabei eine sinnvolle Lösung raus….Also, die Hoffnung nicht aufgeben…

  4. Ich konnte zwar den Park nie wirklich lieb gewinnen – (kannte auch die neuen Obstacles nicht) aber trotzdem eine riesen Schei…..

    einige Zungen hatten schon wärend eurer Bauphase gemeint: “Das steht nicht lange!”

    mein Beileid… hoffe Ihr erreicht etwas bei der Gemiende.

    PS: nette Page

  5. Pingback: Biedermannsdorf wird wieder ein Skatepark! | sk8.at

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